Treppenlift HIRO 160Q an Holztreppe

Förderprogramme für Treppenlifte

Geschrieben am 06.01.2015 von in Allgemein, Treppenlifte + Aufzüge

Die Anschaffung eines neuen Treppenlifts ist in der Regel nicht gerade günstig und so stellt sich vielen Hilfsbedürftigen die Frage der Finanzierung und einer möglichen Förderung. Je nach örtlichen Begebenheiten können die Kosten für einen Treppenlift etwa zwischen 4.000 und 20.000 Euro liegen. Die Preise für Anlagen mit geraden Treppen sind dabei weitaus günstiger als aufwändige Anlagen mit Kurven über mehrere Stockwerke. Um Zuschüsse zu den Kosten eines Treppenliftes zu bekommen, gilt es schon vor dem Kauf eines Lifts einige Dinge zu berücksichtigen:

  1. Grundvoraussetzung für den Zuschuss zu einem Treppenlifter ist die Einstufung in einen Pflegegrad. Die Prüfung dazu ist kostenfrei, die zuständige Pflegekasse ist in der Regel über die eigene Krankenversicherung erreichbar. Mehr zum Thema Pflegegrade lesen Sie hier!
  2. Leistungen und Zuschüsse werden erst ab dem Zeitpunkt gewährleistet, wenn die Einstufung in einen Pflegegrad gegeben ist. Eine rückwirkende Bezuschussung eines Treppenliftes ist nicht möglich.
  3. Es gibt keinen Rechtsanspruch auf Zuschüsse.

 

Förderung durch die Krankenversicherung

Treppenlifte gehören leider nicht zu den Hilfsmitteln, die im Leistungskatalog der Gesetzlichen Krankenkassen (GKV) zu finden sind. Daher ist eine finanzielle Unterstützung direkt durch die Krankenkassen beim Kauf eines Treppenlifts nicht zu erwarten.

Welche Hilfsmittel hingegen von den Gesetzlichen Krankenkassen finanziert werden können, erfahren Sie hier.

Bei Privatversicherten hängt die Kostenübernahme sehr stark von den Vertragsbedingungen der jeweiligen Privaten Krankenkasse (PKV) ab. Hier empfiehlt es sich, direkt bei der Krankenversicherung nachzufragen.

 

Pflegeversicherung übernimmt einen Teil der Kosten

Unter einem Dach mit der Krankenversicherung ist auch Ihre Pflegeversicherung. Hier stehen die Chancen auf einen Zuschuss zur Finanzierung des Liftes deutlich besser. In der Regel gewähren die Pflegekassen einen Zuschuss von maximal 4.000 €. Die Höhe des möglichen Zuschusses ist jedoch abhängig vom Einkommen des Pflegebedürftigen: Eine Eigenleistung von mindestens 10% des monatlichen Bruttoeinkommens des Pflegebedürftigen muss in jedem Falle erbracht werden. Wird der Lift von mehreren pflegebedürftigen Personen in Anspruch genommen, können Zuschüsse von maximal 4 Personen zusammengerechnet werden. Ein Ehepaar, bei dem beide Partner pflegebedürftig sind, kann beispielsweise 8.000 € Zuschuss beantragen.

Einen entsprechenden Antrag auf „Wohnumfeldverbessernde Maßnahmen“ können sowohl Mieter als auch Eigentümer von Wohnungen und Häusern bei ihrer Kranken-/Pflegeversicherung stellen. Neben dem Antrag und dem Nachweis des Pflegegrades benötigt man dafür einen Kostenvoranschlag für die Treppenlift-Anlage. Einen solchen Kostenvoranschlag erstellen Ihnen unsere Berater gerne kostenlos und unverbindlich direkt bei Ihnen vor Ort.

 

Bei einem Unfall: Berufsgenossenschaft oder Haftpflichtversicherung

Ist die Einschränkung der Mobilität durch einen Arbeitsunfall entstanden, kann man sich an die jeweilige Berufsgenossenschaft wenden. In diesem Fall ist eventuell eine Komplettübernahme der Kosten möglich. Bei einem Berufs- oder Verkehrsunfall kann sich auch ein Anruf bei der zuständigen Haftpflichtversicherung lohnen.

 

Förderung durch Ämter und Kommunen möglich

Auch die Arbeitsagentur, das Integrations- oder Sozialamt sowie die Deutsche Rentenversicherung können unter bestimmten Umständen den Einbau eines Treppenlifts fördern. Dies ist beispielsweise dann der Fall, wenn ein Treppenlift notwendig ist, um die Teilhabe am Arbeitsleben zu ermöglichen.

 

Unterstützung beim Bau/Umbau durch die KfW

Private Eigentümer, die Wohnraum barrierefrei umbauen wollen oder einen barrierefrei umgebauten Wohnraum kaufen wollen, können bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) einen Investitionszuschuss in Höhe von bis zu 5.000 € beantragen. Dieser Zuschuss ist unabhängig von Alter oder Pflegebedürftigkeit und mit anderen Fördermitteln kombinierbar. Weitere Informationen erhalten Sie auf der Internetseite der KfW.

 

Was tun, wenn der Zuschuss nicht reicht?

Eine altersunabhängige Finanzierung für einen neuen Treppenlift zu günstigen Konditionen bietet die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Alle nötigen Informationen dazu finden Sie auf der Internetseite des KfW.

 

Kosten bei der Steuererklärung geltend machen

Die Kosten für den Treppenlift, als auch die Mehrkosten für die Finanzierung eines Treppenliftes können in der Regel bei der Steuererklärung als außergewöhnliche Belastung geltend gemacht werden.

 

Wir helfen gern!

Für einen ersten Kontakt können Sie sich unter der kostenlosen Service-Nummer
0800 – 4476 5438 von unserer Kundenberatung unverbindlich beraten lassen. Gerne vereinbaren wir für Sie auch einen Termin zur kostenlosen Beratung bei Ihnen zu Hause oder im Büro. Bei Bedarf erstellen Ihnen unsere HIRO-Fachberater vor Ort ein unverbindliches Angebot. Dieses können Sie auch bei der Antragstellung zur Kostenübernahme nutzen.

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4 Antworten zu “Förderprogramme für Treppenlifte”

  1. […] Die Pflegekassen bezahlen darüber hinaus Pflegehilfsmittel und können sich auch an den Kosten für Umbaumaßnahmen des Wohnumfeldes beteiligen, die für die häusliche Pflege erforderlich sind. Hierzu gehören beispielsweise auch die Zuschüsse zu einem Treppenlift. […]

  2. Thomas sagt:

    Vielen ist oftmals gar nicht bekannt, auf welche Fördermittel der KfW man tatsächlich zurückgreifen kann. Hier sollte man sich unbedingt ausführlich informieren, denn am Ende ist und bleiben die Fördermittel eine sehr große Hilfe.

  3. […] bezahlen muss. Die Kosten für den Treppenlift trägt zunächst einmal der Mieter, wobei es zahlreiche Möglichkeiten für finanzielle Unterstützung gibt. Andere Mieter können den Einbau des Treppenlifters nicht verhindern – wenn nicht, wie im […]

  4. […] verschiedene Zuschussmöglichkeiten und Förderprogramme. Weitere Infos hierzu haben wir in diesem Blogbeitrag […]

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