Hausnotruf Basisstation und Funkfinger

Der Hausnotruf

Geschrieben am 15.01.2015 von in Allgemein, Gesundheit

Der Hausnotruf ist ein einfaches Notrufsystem, bei dem über einen einfachen und mobilen Knopf Hilfe gerufen werden kann. Der Knopf (von manchen Anbietern „Funkfinger“ genannt) kann dabei vom Benutzer wie eine Uhr am Armband, wie eine Kette an einem Halsband oder mit einem Clip an der Kleidung getragen werden. Hinzu kommt eine Basis-Station, die an die häusliche Telefonanlage angeschlossen ist und eine Freisprecheinrichtung enthält.

Ziel des Hausnotrufes ist es, pflegebedürftigen und unsicheren Menschen die Möglichkeit zu bieten, in der eigenen Wohnung bleiben zu können und dabei die Sicherheit zu haben, dass schnell und unkompliziert Hilfe gerufen werden kann.

So funktioniert der Hausnotruf

Im Notfall kann der Benutzer durch einen einfachen Druck auf den direkt am Körper getragenen Notrufknopf einen Hilferuf auslösen, ohne das Telefon erreichen zu müssen. Dadurch wird die Leitstelle des jeweiligen Notruf-Anbieters alarmiert, von wo aus weitere Schritte eingeleitet werden: Zunächst einmal versucht der Mitarbeiter in der Notrufzentrale den Kontakt zum Benutzer über die Freisprecheinrichtung in der Basisstation herzustellen. Damit wird festgestellt, welche Hilfe angebracht und notwendig ist. So können beispielsweise entweder Nachbarn oder Angehörige verständigt oder im Ernstfall auch ein Krankenwagen oder Notarzt informiert werden.

Anbieter und Kosten

Die Notruf-Dienstleistung, die dafür notwendigen Geräte (Notrufsender und Basis-Station) sowie eine umfassende Beratung wird in der Regel von verschiedenen Wohlfahrtsverbänden (Deutsches Rotes Kreuz, Malteser, Johanniter etc.) oder von privaten Anbietern zur Verfügung gestellt.

Die Kosten für den Hausnotruf beginnen in der Regel bei einer monatlichen Grundgebühr von 18,36 €. Ist dem Benutzer eine Pflegestufe zugewiesen, können die Kosten bis zu diesem Betrag von der Pflegekasse übernommen werden, da das Hausnotrufgerät ein vom Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) anerkanntes Pflegehilfsmittel ist.
Zusätzliche Funktionen der Technik oder weitere Dienstleitungen können zu höheren monatlichen Gebühren führen. So kann bei einigen Anbietern beispielsweise ein Haus- oder Wohnungsschlüssel hinterlegt werden oder die Technik auch für den Ruf von Einkaufs- oder Putzhilfen genutzt werden. Diese zusätzlichen Kosten werden von der Pflegeversicherung in der Regel nicht übernommen.

Neben den regelmäßigen Kosten können je nach Anbieter einmalige Gebühren für den Anschluss und die Einrichtung der Anlage vor Ort anfallen.

Schließlich ist zu beachten, dass im Falle eines Einsatzes zusätzliche Kosten auf den Benutzer zukommen, die ja nach Anforderung des Hausbesuches unterschiedlich hoch sein können. Mitunter sind solche Hausbesuche in einem gewissen Rahmen auch pauschal durch die monatliche Grundgebühr abgegolten (beispielsweise „ein kostenfreier Einsatz im Monat“).

 

Ein Hausnotruf kann alleinstehenden, pflegebedürftigen Menschen zu mehr Selbständigkeit verhelfen und dabei ein sicheres Gefühl vermitteln. Kommen in Ihrer Region mehrere Anbieter für den Hausnotruf in Frage, empfiehlt es sich, deren Preise und Leistungen genau miteinander zu vergleichen. In der Regel ist der Hausnotruf für Menschen mit einer Pflegestufe komplett kostenfrei, solange keine Sonderleistungen des Anbieters in Anspruch genommen werden.

Weitere Informationen

Weitere Informationen bietet die Initiative Hausnotruf, ein Verbund aus bundesweit tätigen Hausnotrufanbietern und Herstellern von Hausnotrufgeräten.

 

 

Titelbild: Original von Florian Fuchs unter CC BY 3.0, neu arrangiert.

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