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Morgen ist Welt-Parkinson-Tag

Geschrieben am 10.04.2015 von in Allgemein, Gesundheit

Am 11. April 1755, also vor genau 260 Jahren wurde in London der Arzt, Apotheker und Paläontologe James Parkinson geboren. Parkinson war seinerzeit der erste Arzt, der die verschiedenen Symptome der „Schüttellähmung“ als Zeichen einer Krankheit deutete und schon damals auf das langsame Fortschreiten der Erkrankung hinwies.

Heute wird sein Geburtstag weltweit genutzt, um am „Welt-Parkinson-Tag“ auf die Krankheit aufmerksam zu machen.

Wie entsteht Parkinson?

James Parkinson konnte zu seiner Zeit noch nicht erklären, wie die Krankheit entsteht. Erst etwa 100 Jahre später entdeckte man bei Parkinson-Patienten eine Veränderung in einer „Substantia nigra“ genannten Region im Gehirn. Diese Region besteht bei gesunden Menschen aus dunkel gefärbten Zellen, die im Laufe des Lebens langsam absterben. Bei Menschen, die unter Parkinson leiden ist die Farbe dieser Zellen heller und sie sterben schneller ab. Zu nennenswerten Beschwerden führt die Erkrankung allerdings erst, wenn bereits ein Großteil dieser Zellen abgestorben ist.

Anzeichen und Symptome von Parkinson

Da die Krankheit langsam fortschreitet sind erste Anzeichen nicht leicht zu erkennen und werden oftmals fälschlicherweise dem allgemeinen Älterwerden zugeschrieben. Zu den Hauptsymptomen zählen:

  1. Bewegungsarmut und Verlangsamung der Bewegungsabläufe
  2. Erhöhte (Muskel-)steifheit
  3. Zittern im Ruhezustand, wobei der Versuch Ruhe zu bewahren das Zittern meist noch verstärkt
  4. Störung der Körperhaltung

Die ersten Symptome treten meist zwischen dem 50. und 75. Lebensjahr auf, in der Altersgruppe der unter 45jährigen ist die Krankheit hingegen eher selten. Auch bei den über 80jährigen sinkt die Rate der Erkrankungen wieder ab. In Deutschland gibt es etwa 300.000 Menschen, die unter der Nervenkrankheit leiden, weltweit geht man von etwa 2 Millionen Betroffenen aus. Zu den bekanntesten Patienten, die offen mit ihrer Erkrankung umgehen gehören beispielsweise der US Schauspieler Michael J. Fox, die Boxlegende Muhammad Ali und der Schauspieler und Kabarettist Ottfried Fischer.

Der Welt-Parkinson-Tag ist „eine Chance, sich aus der Isolierung zu lösen und mit Gleichgesinnten zusammenzukommen. Man muss aber auch als nicht direkt Betroffener lernen, mit der Krankheit umzugehen“, sagt Egbert Roggentin, Initiator der Internetplattform www.welt-parkinson-tag.

 

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