Vorsorgeuntersuchungen und „Check-Ups“

Geschrieben am 06.01.2016 von in Allgemein, Gesundheit

Die ersten Tage und Wochen des neuen Jahres sind meist eine Zeit der guten Wünsche und Vorsätze, bei denen in der Regel die Gesundheit im Vordergrund steht. Mehr Bewegung, eine gesunde Ernährung und öfter Sport treiben steht bei vielen auf der Liste mit den guten Vorsätzen für dieses Jahr. Da verwundert es, dass nicht einmal jeder Vierte die Möglichkeit nutzt, Krankheiten rechtzeitig durch den Hausarzt erkennen zu lassen.

Erste Vorsorgeuntersuchungen ab 35 Jahren

Viele schwere Krankheiten wie beispielsweise Darmkrebs können mittlerweile vermieden oder geheilt werden, wenn sie frühzeitig erkannt werden. Aus diesem Grund übernehmen die Gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für bestimmte Gesundheits-Vorsorgeuntersuchungen durch den Hausarzt. In der Routine-Untersuchung („Check-up 35“), die ab dem 35. Lebensjahr alle zwei Jahre in Anspruch genommen werden kann, geht es insbesondere um die Früherkennung von Diabetes sowie Nieren- und Herz-Kreislauferkrankungen, die anhand von Blut- und Urinproben diagnostiziert werden.

Früherkennung von Krebserkrankungen

Neben der allgemeinen Gesundheits-Vorsorgeuntersuchung haben Versicherte der Gesetzlichen Krankenkassen Ansprüche auf Untersuchungen zur Früherkennung von verschiedenen Krebserkrankungen, die in der Regel durch Fachärzte durchgeführt werden. Diese Untersuchungen unterscheiden sich je nach Alter und Geschlecht: Bei Frauen gibt es erste Vorsorgeuntersuchungen zur Vorbeugung von Krebserkrankungen ab einem Alter von 20 Jahren, Männer wird ab einem Alter von 35 Jahren die erste Vorsorgeuntersuchung empfohlen.

Eine Übersicht über die empfohlenen Vorsorgeuntersuchungen je nach Alter und Geschlecht liefert das Bundesministerium für Gesundheit auf dieser Internetseite.

Erster Ansprechpartner ist der Hausarzt

Möchte man die Vorsorgeuntersuchungen in Anspruch nehmen, ist Eigeninitiative gefragt, denn die Krankenversicherungen müssen ihre Mitglieder im entsprechenden Alter nicht auf die möglichen Untersuchungen hinweisen. Zudem sind selbstverständlich bei vielen Krankheiten individuelle Faktoren wie der Lebenswandel oder etwaige genetische Vorbelastungen zu berücksichtigen. Sind beispielsweise mehrere Fälle von Darmkrebs in der Familie bekannt, so empfehlen viele Ärzte eine entsprechende Untersuchung schon vor dem 50. Lebensjahr.

Ob, wann und welche Vorsorgeuntersuchungen in Anspruch genommen werden, soll also jeder für sich selbst entscheiden. Sich darüber Gedanken zu machen und ggf. den Hausarzt zu fragen ist auf jeden Fall ein Vorsatz fürs neue Jahr, der nicht schaden kann.

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