7 Aufzüge, die fremde Welten erschließen

Geschrieben am 03.03.2016 von in Allgemein, Reise + Freizeit, Sieben, Treppenlifte + Aufzüge

Für Personen, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind oder die Bewegungseinschränkungen haben, können schon wenige Treppenstufen oder kleine Absätze zu einem unüberwindbaren Hindernis werden. Wer mobil ist, kann sich manchmal gar nicht vorstellen, wie weit entfernt ein anderes Stockwerk sein kann, wenn es keinen Lift gibt.

Ein Aufzug muss aber nicht immer nur eine einfache Alternative zum Treppensteigen sein, sondern kann auch Welten erschließen, die sonst für viele Menschen unerreichbar wären – und das gilt nicht nur für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen:

1. Das Innere eines Vulkans

Das Innere eines inaktiven Vulkans dürfte selbst für erfahrene Bergleute ein schwer zu erreichendes Ziel sein. Der Vulkan Thrihnukagigur in der Nähe der isländischen Hauptstadt Reykjavik ist zuletzt vor über 4.000 Jahren ausgebrochen und es gibt keine Anzeichen für eine Aktivität des Vulkans in naher Zukunft. Über einen offenen Aufzug können 5 bis 6 Personen gleichzeitig durch die etwa 4×4 Meter große Öffnung des Vulkans in das Innere herabfahren. Für die etwa 120 Höhenmeter benötigt der ähnlich wie ein Fassadenlift aufgebaute Aufzug etwa 6 Minuten:


Mehr Informationen: https://insidethevolcano.com/

2. Durch das größte zylindrische Salzwasseraquarium der Welt

In Berlin-Mitte am Ausgang des SeaLife Centers steht der „AquaDom“ – ein 16 Meter hohes Aquarium aus Acrylglas mit einem Durchmesser von 11,5 Metern, das etwa eine Million Liter Salzwasser fasst. Mit einem verglasten Aufzug können Besucher trockenen Fußes in das Aquarium hinabtauchen und dabei die etwa 1.200 Fische aus 95 verschiedenen Arten beobachten:

3. In die Welt „Untertage“

Die Förderkörbe in Bergwerken sind meist robust, eng und dunkel – nichts für Menschen mit Raumangst. In den 30er und 40er Jahren hat Hillenkötter und Ronsieck viele solcher Aufzüge und Krananlagen für verschiedene Bergbauunternehmen geliefert. Umso schöner ist es natürlich, wenn man nach einem langen Tag Untertage wieder nach oben kommt.
Wer einmal mit einem solchen Förderkorb fahren will, dem empfehlen wir einen Besuch im UNESCO Weltkulturerbe Salzbergwerk Wieliczka, südöstlich von Krakau.
Leider ist das Bergwerk trotz Aufzug nicht barrierefrei, der Weg in das Bergwerk führt über eine schier endlos lange Holztreppe und erst nach der Besichtigung geht es mit dem Aufzug wieder nach oben:

4. Der Aufzug der Hundert Drachen

Der Zhangjiajie Nationalpark in der chinesischen Provinz Hunan war Drehort und Inspiration für den Kino Blockbuster „Avatar“. Im Nationalpark steht der höchste Außenaufzug der Welt, der Bailong Elevator („Aufzug der Hundert Drachen“). Eine Fahrt in dem verglasten Auzug entlang der 330 Meter hohen Felswand dauert etwa eine Minute, die Aussicht auf den Nationalpark währenddessen ist spektakulär:

5. Entlang der Hammetschwand in Luzern

Ähnlich spektakulär, aber nicht ganz so weit entfernt ist der Hammetschwand-Lift am Vierwaldstättersee in der Schweiz. Die Fahrt mit dem höchsten Freiluft-Aufzug Europas dauert etwa 50 Sekunden und führt die Fahrgäste zu einem Aussichtspunkt, der 680 Meter über dem Vierwaldstättersee liegt:


Das Titelbild dieses Beitrags von Julia Leijola zeigt die obere Haltestelle und den Aussichtspunkt des Hammetschwand-Lifts

6. Auf den Sky Tower in Auckland, Neuseeland

Der Sky Tower in Auckland ist mit 328 Metern der höchste Fernsehturm der südlichen Hemisphäre. Oben erwarten Besucher neben einem Drehrestaurant drei Aussichtsplattformen (in 182, 191 und 220 Metern Höhe), von denen die unterste über einen Glasboden verfügt, die einen senkrechten Blick nach unten ermöglicht. Gleiches gilt auch für den Aufzug im Inneren des Turms. Wer während der Fahrt mit dem Lift nach unten schaut wird sich wahrscheinlich an einige Sequenzen aus Star Wars erinnern:

7. Auf das Dach eines Jumbos

Zugegeben: Diesen Lift gibt es noch gar nicht. Umso schöner aber, dass man bei diesem Projekt von Anfang an die Barrierefreiheit im Auge behält. Obwohl die Hubhöhe dieses Lifts nicht gerade rekordverdächtig ist, wird sich die Fahrt zur oberen Haltestelle gewiss lohnen:

 

Aufzüge wie diese erschließen fremde Welten und befördern die Passagiere in eine andere, sonst unerreichbare Umgebung. Gleichzeitig machen diese Aufzüge bewusst, wie wichtig es ist, dass auch alltägliche Orte für alle Menschen gleichermaßen zugänglich sein müssen.

Beitragsbild: „Hammetschwandlift und Rigi, Bürgenstock, LU, Schweiz“ von Julia Leijola unter CC 3.0

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