HIRO Bulli im Freilichtmuseum Detmold

Eine Reise wert: Das Freilichtmuseum in Detmold

Geschrieben am 04.05.2016 von in Allgemein, Reise + Freizeit, Treppenlifte + Aufzüge

Etwa 200.000 Menschen kommen jährlich nach Detmold, um das hiesige Freilichtmuseum zu besichtigen. Mit über 100 historischen Gebäuden auf einer Fläche von 90 Hektar zählt es zu den größten Freilichtmuseen in Deutschland. Das Museum zeigt das bäuerliche Leben seit etwa 1550 und den Wandel der historischen Kulturlandschaft bis heute. Dabei finden verschiedene Siedlungsformen Berücksichtigung: Von großen Einzelhöfen samt Gärten, Wiesen, Weiden und Äckern, über Gruppen von mehreren Höfen bis hin zu Dorfanlagen, die stellvertretend das Leben im Paderborner- und Sauerland zeigen. Dabei erhält zunehmend auch die Gegenwart Einzug in das Freilichtmuseum: Seit einigen Jahren ist im „Siegerländer Weiler“ eine Tankstelle aus den 1960er Jahren zu sehen.

Neben den Gebäuden und Gegenständen, die das damalige Leben widerspiegeln werden im Museum auch alte Pflanzenarten und Tierrassen gezeigt. Durch das Freilichtmuseum haben westfälische Haustierrassen wie die Lippegans oder das Bentheimer Landschaf überlebt, zudem werden im Freilichtmuseum auch Senner Pferde gezüchtet. Eine besondere Empfehlung unseres Service-Technikers ist ein Besuch der Backstube „Witte“ im Haus Finkeldei-Arnecke im Paderborner Dorf. Hier werden täglich frische Backwaren unter historischen Bedingungen hergestellt und vor allem die Zimtschnecken sind sehr zu empfehlen 😉

Barrierefreiheit im Freilichtmuseum Detmold

Rollstuhl-Schrägaufzug HIRO 320 im Freilichtmuseum DetmoldDas Gelände des Freilichtmuseums ist sehr weitläufig, der Fußweg quer durch das Museum dauert etwa eine halbe Stunde. Alternativ besteht die Möglichkeit, gegen eine geringe Gebühr mit dem Pferdewagen durch das Museum zu fahren.

Menschen mit Bewegungseinschränkungen dürfen mit dem eigenen Fahrzeug auf dem Wirtschaftsweg am Rande des Museumsgeländes bis zu den Stellplätzen für Rollstuhlfahrer in der Nähe des Paderborner Dorfes fahren. Von dort aus sind das Paderborner Dorf, der Siegerländer Weiler und das Sauerländer Dorf auch mit dem Rollstuhl erreichbar.

Einige der historischen Gebäude sind allerdings eine Herausforderung für Rollstuhl- oder Rollator-Nutzer, insbesondere wenn man ohne Begleitperson unterwegs ist: Die Böden sind teilweise holprig, die Türen eng und manche Räume nur über einen Treppenabsatz einsehbar. Es ist ein schmaler Grat zwischen der Barrierefreiheit und dem historischem Flair in einem solchen Museum. Einige Gebäude wie beispielsweise die beiden Windmühlen können nur über eine steile Treppe besichtigt werden. Für blinde und sehbehinderte Gäste gibt es eigene Führungen.

Ausstellung „Der Erste Weltkrieg in privaten Fotografien“

Im „Haus Schwenger“ aus Rheda befindet sich neben dem historischen Laden für Manufaktur- und Kolonialwaren „Carl Samson“ auch das historische „Fotoatelier Kuper“ von 1891 aus Rietberg. In Fotoateliers wie diesem wurden zu Beginn des 20 Jahrhunderts Abschiedsfotos erstellt, die die Soldaten mit in den ersten Weltkrieg nahmen. Die Ausstellung „Der 1. Weltkrieg in privaten Fotografien“ im Obergeschoss des Haus Schwengers zeigt solche Aufnahmen ebenso wie Bilder, die die Soldaten von der Front nach Hause schickten. Die Ausstellung ist dank eines Plattform-Schrägaufzugs mit integriertem Sitz auch für Menschen mit Bewegungseinschränkungen barrierefrei erreichbar.

 

Die Öffnungszeiten sind von Anfang April bis Ende Oktober täglich außer montags von 9 Uhr bis 18 Uhr (Einlass bis 17 Uhr), auch an Feiertagen. Der Eintritt kostet für Erwachsene 7 Euro. Träger des Museums ist der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL), weitere Informationen zum Museum finden Sie auf der Internetseite des LWL.

 

Vielen Dank an unseren Service-Techniker Ralph für die Bilder, die nächsten Zimtschnecken gehen auf uns  😉

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