Schreibtisch mit Zeitschriften, Kaffee und Tablet

7 Smartphone-Tipps & Apps für Senioren

Geschrieben am 19.05.2016 von in Menschen + Medien, Sieben

„Smartphones sind für viele Senioren unverzichtbar“ lautet das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage der bitkom. Die Gründe dafür sind vielseitig: Die Geräte und auch die Anwendungen sind in den vergangenen Jahren viel benutzerfreundlicher geworden. Der Einstig „ins Internet“ fällt dank Touchscreen und intuitiver Bedienung vielen Senioren deutlich leichter, als mit einem herkömmlichen PC samt Maus und Tastatur. Zudem gibt es inzwischen viele Anreize, sich mit diesen Geräten vertraut zu machen: Nicht nur die Informationssuche oder bequemes Online-Shopping machen das Smartphone für Senioren interessant, sondern auch die Kommunikation, die über das einfache telefonieren hinausgeht: Etwa jeder fünfte Smartphone-Nutzer über 65 ist zum Beispiel der Ansicht, dass ihn das Smartphone anderen Menschen näher bringt.

Smartphones wie auch Apps und mobile Webseiten sind in den vergangenen Jahren immer benutzerfreundlicher geworden und dadurch auch für ältere Menschen, die unter Umständen noch wenig Erfahrung mit digitalen Technologien haben, immer attraktiver“,
sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder.

Auch auf unseren HIRO LIFT-Seiten haben wir festgestellt, dass immer mehr „Online-Besucher“ zum Surfen ein mobiles Gerät mit Touchscreen verwenden. Fast jeder Dritte Besucher auf unseren Seiten benutzt ein Tablet oder Smartphone. Grund genug, ein paar Tipps und Apps für Senioren zu sammeln, die den Umgang mit dem Smartphone leichter oder interessanter machen:

1. Bedienung

Eigentlich ist die Bedienung eines Tablets oder Smartphones im wahrsten Sinne des Wortes kinderleicht. Was jedoch oftmals Probleme verursacht sind zu kleine Schriften und Buttons, sowie zu viele Optionen und Menüs. Hier kann man entweder auf ein Gerät setzen, das speziell für die Bedürfnisse von Senioren angepasst wurde, oder man schafft Abhilfe, indem man die richtigen Einstellungen wählt und unnötige Symbole und Optionen ausblendet. Viele Geräte mit Android Betriebssystem bieten dafür einen einfachen Modus an, alternativ kann man sich eine sogenannte „Launcher“-App installieren, die sich noch besser an die eigenen Bedürfnisse anpassen lässt. Der BIG Launcher beispielsweise ist speziell für die Bedürfnisse von Senioren gestaltet worden. Auch Apple-Geräte wie iPhone und iPad lassen sich mit den richtigen Einstellungen noch einfacher bedienen.

Ein Schnappschuss am Strand2. Kommunikation

Für viele Senioren ist das Smartphone in erster Linie noch immer ein Gerät zum telefonieren. Doch Kinder und Enkel sind nicht immer erreichbar und nutzen zudem viel lieber andere Kanäle. Mit dem Smartphone lassen sich Textnachrichten, Fotos, Videos und Sprachaufzeichnungen senden. Um den Kontakt mit Freunden und Verwandten zu halten muss man nur eine gemeinsame Plattform finden. Egal ob WhatsApp, Skype, Facebook oder gar Snapchat. Jede dieser Plattformen hat eigene Funktionalitäten und Nutzungsmöglichkeiten, was im Endeffekt aber zählt ist die Frage, wen man wo antrifft. Sind die entsprechenden Apps erst einmal eingerichtet und ist der Kontakt zu den Bekannten hergestellt, dann ist die Bedienung dieser Apps gar nicht schwer.

3. Zeitvertreib

Ob beim Arzt im Wartezimmer oder in Bus und Straßenbahn, überall sieht man Menschen mit Smartphones. Hat man sich sonst die Wartezeiten mit Zeitschriften oder Sudoku- und Kreuzworträtseln vertrieben, so kann man all das und noch viel mehr auch mit dem Smartphone machen. Im Internet bieten fast alle Magazine ihre Informationen und Artikel auch online an und Kreuzwort- oder Sudoku-Spiele gibt es in zahllosen Varianten und Schwierigkeitsgraden. Darüber hinaus kann gibt es zahlreiche einfach schöne und kurzweilige Spiele (wie beispielsweise Monument Valley für iOS und Android), Gehirntraining oder Lern-Apps (wie z.B. Lumosity für iOS und Android) oder auf spezielle Interessen oder Themen zugeschnittene Apps wie der Knitulator für Strick- und Häkelbegeisterte.

4. Gesundheit

Wer regelmäßig verschiedene Medikamente nimmt, der braucht keine Gehirntrainings-App, denn die richtige Einnahme ist oftmals kompliziert genug. Auch hier kann ein Smartphone oder Tablet mit der richtigen App Unterstützung leisten und Sicherheit bieten. Die App MediSafe (für iOS und Android) erinnert zur gegebenen Zeit an die Einnahme der entsprechenden Medikamente.

Bereits vor einigen Wochen hatten wir in einem eigenen Artikel berichtet, wie man mit dem Smartphone und einem Fitness-Tracker den Ehrgeiz wecken und den inneren Schweinehund austricksen kann. Die meist in Form eines Armbands oder einer Brosche getragenen Zusatzgeräte zählen die geleisteten Schritte und dokumentieren, wie viel man sich bewegt. Mit der passenden App auf dem Smartphone oder Tablet bekommt man eine Auswertung und kann für sich selbst die Effekte dokumentieren. Ein großer Spaß kann es auch sein, das Armband für ein paar Tage an Freunde oder Verwandte auszuleihen und die Ergebnisse zu vergleichen.

5. Tägliche Helfer

Mit den vielen verschiedenen technischen Möglichkeiten ist das Smartphone ein idealer Helfer im Alltag und Kalender, Notizblock, Adressbuch und Einkaufsliste in einem. Dabei kann man nicht nur auf Zettel und Stift verzichten, sondern oftmals auch auf die Eingabe per Tastatur, wie das Beispiel der Einkaufsliste rechts zeigt.

Die Spracheingabe funktioniert inzwischen auf den unterschiedlichen Geräten meist problemlos und lässt sich auch in verschiedenen Apps einsetzen. So kann man in vielen Fällen auf die umständliche Eingabe von Text über die Tastatur auf dem Bildschirm verzichten.

6. Barrierefreiheit / für unterwegs

„In welches Café komme ich mit meinem Rollator?“ oder „Wo ist die nächste öffentliche Toilette?“. Das sind Fragen, die die richtige App auf dem Smartphone unterwegs ganz diskret beantworten kann. Über Wheelmap, die interaktive Karte für rollstuhl- und rollatorgerechte Orte haben wir schon einen eigenen Artikel geschrieben. Im Prinzip ähnlich funktioniert der Toiletten Scout (für Android und iOS), der die nächsten Toiletten in der Umgebung anzeigt. Beide Apps ermöglichen es, die eigenen Erfahrungen einzubinden und so die Karte um wertvolle Orte und Erfahrungen zu ergänzen. Eine weitere Hilfe, über die sich andere Nutzer freuen werden.

7. Information

Neben den genannten Apps für Senioren gibt es unzählige weitere für nahezu jedes Thema und Interessensgebiet. Vom Nachschlagewerk für Hobbygärtner über Apps zur Bestimmung von Vogelarten oder mit zahlreichen Tipps für Heimwerker. Zahlen und Fakten für fast jedes Thema liefern die Apps und Funktionen von Google oder Wikipedia und auf YouTube gibt es unter Anderem Video-Anleitungen für nahezu jedes Problem im Garten oder Haushalt.

Ist das Smartphone oder Tablet erst einmal richtig eingerichtet, geben viele Senioren es nicht mehr aus der Hand. Dies bestätigt auch die Umfrage der bitkom, derzufolge die Hälfte der Nutzer über 65 Jahren angibt, dass das Smartphone für sie eine große Erleichterung im Alltag ist. Etwa jeder vierte Nutzer erklärt sogar, dass er sich ein Leben ohne Smartphone nicht mehr vorstellen kann.

Tablet mit aufgerufener Hiro.de Internetseite

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Eine Antwort zu “7 Smartphone-Tipps & Apps für Senioren”

  1. Marco sagt:

    Ich danke Ihnen für diesen interessanten Artikel. Tägliche Helfer des Alltags als App sind für Senioren gar nicht verkehrt. Viele Dinge lassen sich bequem am Smartphone erledigen. Das wichtigste ist, dass alles übersichtlich gehalten ist.

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