Älterer Mann auf einer Bank in der Stadt

Wenn es schwer fällt, Veränderungen oder Hilfsmittel zu akzeptieren

Geschrieben am 26.07.2017 von in Allgemein, Gesundheit

Viele Menschen tuen sich schwer mit Veränderungen, schließlich ist es am einfachsten, wenn alles bleibt, wie man es gewohnt ist. Doch oft im Leben sind es gerade die größeren Veränderungen, die unabdingbar sind. Dann bleibt uns nur zu akzeptieren, dass nicht immer alles wie gewohnt weiter gehen kann. Schon 1821 schrieb Johann Wolfgang von Goethe: „Das Leben gehört den Lebendigen an, und wer lebt, muß auf Wechsel gefaßt sein“.

Wenn Senioren Veränderungen ablehnen

Insbesondere mit zunehmendem Alter fällt es Menschen schwerer, große Veränderungen zu akzeptieren. Wenn aufgrund von altersbedingten Einschränkungen gewohnte Tätigkeiten nicht mehr so leicht von der Hand gehen, werden Veränderungen schnell unausweichlich. Hilfsmittel wie ein Einkaufstrolley, ein Rollator oder auch ein Treppenlift werden von vielen Senioren abgelehnt, nicht nur weil diese eine Veränderung bedeuten, sondern auch weil dadurch die gesundheitlichen Probleme für Außenstehende sichtbar und somit manifestiert werden. Solange „es noch irgendwie geht“, kommt dann beispielsweise kein Rollator oder Treppenlift ins Haus. Stattdessen nimmt man lieber in Kauf, dass der Weg zum Supermarkt oder zu den Enkelkindern zu einer Hürde oder gar zum Risiko wird. Dabei können gerade solche Hilfsmittel den Alltag von Senioren deutlich bereichern und dazu beitragen, die gewohnte Lebensqualität beizubehalten. Letztendlich können sie sogar vor allzu großen Veränderungen wie einem sonst notwendigen Umzug bewahren.

Lernen, Hilfe zu akzeptieren

Wenn die Scheu gegen Veränderungen dazu führt, dass man lieber gesundheitliche Risiken eingeht anstatt Hilfe anzunehmen, wird die Situation oftmals auch für Freunde und Verwandte problematisch, die sich große Sorgen machen. Um einen Angehörigen davon zu überzeugen, dass der Einsatz eines Hilfsmittels sinnvoll ist, sollte man jedoch keinen Druck aufbauen. Stattdessen kann man mit Gesprächen, Schnupperangeboten oder Probefahrten dem Betroffenen den Einsatz eines Hilfsmittels schmackhaft machen. Auch Erfahrungen, die Freunde und Verwandte gemacht haben, können bei der Entscheidung für ein Hilfsmittel zu Rate gezogen werden. Erste Berührungsängste lassen dadurch schnell nach.

Neues zu entdecken und Veränderungen im Leben positiv zu begegnen ist eine große Aufgabe, die auch Senioren problemlos meistern können. Gemeinsame Aktivitäten tragen dazu bei, die Lust auf Neues wieder zu wecken. Während der Entscheidungsfindung und bei der Anschaffung eines Hilfsmittels ist es hilfreich, die Betroffenen zu begleiten. Werden wichtige Fragen, beispielsweise zur Bedienung eines neuen Geräts, kompetent und einfühlsam beantwortet, lassen sich die Zweifel schnell zerstreuen. Ist das Hilfsmittel erst einmal angeschafft, stellen viele Senioren fest, dass sie dadurch ein großes Stück Selbständigkeit zurückgewonnen haben und die Anschaffung doch keine schlechte Idee war. Und auch Angehörige und Freunde können dann wieder ruhig schlafen.

 

 

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