Touristenmagnet: Die Spanische Treppe in Rom

7 Treppen, die wir gern barrierefrei gestalten würden

Geschrieben am 05.03.2018 von in Allgemein, Reise + Freizeit, Sieben, Treppenlifte + Aufzüge

Als Deutschlands größter Hersteller von Treppenliften ist es unser tägliches Ziel, Treppen barrierefrei zu gestalten. Wir wollen Menschen mit Bewegungseinschränkungen die gleichen Möglichkeiten eröffnen wie allen Anderen. In öffentlichen oder viel frequentierten Gebäuden sollte im Idealfall ein barrierefreier Zugang zu allen Etagen über Personenaufzüge möglich sein. Treppenlifte hingegen dienen eher dazu, um Gebäude nachträglich mit einer barrierefreien Lösung für den Zugang zu allen Ebenen auszustatten. Selbstverständlich ist die Kapazität und auch die Geschwindigkeit eines Treppenlifts nicht mit der eines Personenaufzugs zu vergleichen. Wenn es also darum geht, möglichst schnell und bequem oben anzukommen, ist ein Personenaufzug in öffentlichen Gebäuden die beste Lösung. Doch wie so oft im Leben ist manchmal auch der Weg (über die Treppe) das Ziel. In aller Welt gibt es interessante Orte, auf die man den besten Blick nur auf oder über eine Treppe hat, selbst wenn man mit einem Personenaufzug oben ankommen kann.

1. Die Spanische Treppe

Die Spanische Treppe in Rom (Titelbild) ist dafür ein gutes Beispiel. Sie ist eine der bekanntesten Freitreppen der Welt und gleichzeitig eine der großen Sehenswürdigkeiten der Stadt. Erbaut wurde die Barocktreppe im Jahr 1723. Sie verbindet die „Piazza di Spagna“ (von der der deutsche Name abgeleitet ist) mit der oberen Piazza della Trinità dei Monti (von der der italienische Name Scalinata di Trinità dei Monti stammt). Selbstverständlich kann man über andere Wege (beispielsweise die Via di S. Sebastianello) auch mit Rollstuhl oder Rollator von unten nach oben kommen. Das ist natürlich keinesfalls das Gleiche wie der Weg über die Treppe. Die großen Podeste mitten auf der Treppe sind zudem ein beliebter Treffpunkt für Touristen und Einheimische. Allerdings sind sie nur über die Stufen erreichbar.

2. Der Skywalk des Canton Towers

Am anderen Ende der Welt und in viel luftigeren Höhen befindet sich eine ganz andere Treppe, für die in gewisser Weise Ähnliches gilt: Die „Skywalk“ genannte Treppe im Canton Tower in der chinesischen Millionenmetropole Guanzhou. Der Canton Tower ist ein Fernseh- und Aussichtsturm und mit einer Höhe von über 600 Metern eines der höchsten Gebäude der Welt. Zudem ist der Turm eine Touristenattraktion und beherbergt als solche verschiedene Restaurants, Cafés und sogar ein Kino. Die äußere Struktur des Turms wird nachts in unterschiedlichen Farben beleuchtet, sodass der Turm nach innen ebenso wie nach außen in ständig wechselnden Farben erstrahlt. Selbstverständlich sind die unterschiedlichen Ebenen Ebenen des Turms über Personenaufzüge erreichbar. Ein Highlight des Turms ist allerdings die offene Treppe die sich zwischen den Plattformen in 170 und 350 Meter höhe hinter der beleuchteten Struktur um den Turm wendelt und einen faszinierenden Blick in alle Richtungen bietet:

Die Zwischenpodeste dieser Treppe bestehen zum Teil aus Glas und geben zudem den Blick auf die untere Plattform frei. Der Ausblick auf die Metropolregion von der Treppe aus wird umrahmt von der in schillernden Farben angestrahlten Außenstruktur des Turms. Ein Anblick, der in dieser Form nur über die Treppe möglich ist.

Treppenbrunnen Chand Baori

3. Die Treppen des Chand Baori

Der Chand Baori nahe der indischen Stadt Abhaneri ist ein Stufenbrunnen aus dem 8. Jahrhundert. Insgesamt führen 3.500 Stufen über 13 Stockwerke hinunter zum Wasser des Brunnens in knapp 20 Meter Tiefe. Mit den Hunderten von Treppenabsätzen wäre der Stufenbrunnen eine große Herausforderung für die Installation eines Treppenlifts.

Der Vorteil der engen und steilen Bauweise ist, dass im unteren Teil des Bauwerks deutlich kühlere Temperaturen herrschen als oben. Aus diesem Grund wurde der Brunnen früher auch als Ort für Versammlungen genutzt. Heute ist der Zugang über die Treppen mit einem Geländer gesperrt und abgesichert, um Unfälle zu vermeiden.

Der Chand Baori diente auch schon des öfteren als Kulisse für zahlreiche Filme, unter anderem dem Batman-Blockbuster „The Dark Knight Rises„. Hier musste der Brunnen als düsteres Gefängnis herhalten, aus dem es nahezu kein Entkommen gibt.

 

4. Die Treppen des „Peñón de Guatapé“

Als wäre der von weitem sichtbare Felsen in der kolumbianischen Stadt Guatapé nicht schon merkwürdig genug, so ist die in einen Felsspalt auf der Stirnseite installierte Treppe das „i“-Tüpfelchen dieser Touristenattraktion. Über 650 steile Treppenstufen gelangt man im Zick-Zack-Kurs zu Fuß auf den Felsen, auf dessen Spitze sich ein Aussichtsturm befindet. Bereits von den oberen Stufen aus bietet sich ein atemberaubender Ausblick auf die Seenlandschaft, die den Felsen umgibt.

 

Die Treppe von Gaztelugatxe5. Die „Treppe über dem Meer“

237 der schönsten Stufen im Baskenland führen vom spanischen Festland zu der im Golf von Biskaya gelegenen kleinen und verträumten Insel Gaztelugatxe. Die „Stairs above the sea“ überbrücken etwa 200 Meter, die die Insel vom Festland entfernt ist. Die Insel liegt etwa 35 Kilometer nordöstlich von Bilbao. Auf ihr befindet sich das ehemalige Kloster San Juan de Gaztelugatxe, zu dem auch eine kleine Kirche gehört, die bis heute genutzt wird.

Berühmt wurde die kleine Insel unter anderem durch Dreharbeiten für die Fantasy-Serie „Game of Thrones“. In der Serie wurde das kleine Kloster auf der Insel allerdings durch die mächtige Burg Drachenstein der Familie Targaryen ersetzt.

 

6. The Vessel

Die „Vessel“ ist ein begehbares Kunstwerk und Herzstück der „Hudson Yards“: Ein komplett neues Wohn- und Geschäftsviertel, welches derzeit am Westrand des New Yorker Stadtteils Manhattan entsteht. Insgesamt ist an diesem Ort ein neuer Gebäudekomplex aus 15 Wolkenkratzern geplant. In der Mitte wird es eine Grünfläche geben, auf der die Vessel steht. Bei dem Kunstwerk handelt es sich um 154 Treppenläufe, die wabenförmig angeordnet über 16 Stockwerke in die Höhe ragen.

Zwischen den Treppen befinden sich insgesamt 80 Aussichtsplattformen. Diese bieten sowohl einen Ausblick auf das neue Viertel, ebenso ermöglichen sie den Einblick in den Innenraum der Struktur. Insgesamt besteht die Vessel aus 2.500 Stufen, die zusammen mit den Podesten einen Pfad von 1,6 Kilometern länge bilden. Entworfen wurde das Kunstwerk von dem britischen Architekten Thomas Heatherwick. So faszinierend und imposant wie die Vessel aussieht, so schlecht ist es leider um den barrierefreien Zugang gestellt: Menschen mit Bewegungseinschränkungen wird der Blick von den zahllosen Aussichtsplattformen wohl verwehrt bleiben.

7. Die 999 Stufen zum Himmelstor

Als „Himmelstor“ wird der natürliche Felsbogen – bzw. eigentlich das „Loch“ unter dem Bogen im Berg von Tianmen bezeichnet. Das Himmelstor liegt etwa 5 Kilometer südlich der Stadt Zhangjiajie in der chinesischen Provinz Hunan. Der Durchgang im Berg ist mehr als 130 Meter hoch. Begibt man sich auf die Treppe mit ihren 999 Stufen hoch zum Tor, so hat man den Himmel immer als Ziel vor Augen.

Wie auch bei den anderen Treppen in diesem Artikel muss man gut zu Fuß sein, um über die Treppe oben anzukommen. Alternativ hätte man sich lediglich Ende Februar zu Ho-Pin Tung ins Auto setzen können: In einer groß angelegten Marketing-Kampagne erklomm der Rennfahrer und Gewinner des 24-Stunden-Rennens von LeMans die 999 Stufen mit einem Geländewagen. Wenn auch nicht ganz so schnell, so wäre der Weg mit einem Treppenlift natürlich sehr viel entspannter und vor allem auch sicherer zu bewältigen.

 

Viele der genannten Treppen stehen unter Denkmalschutz. Dies ist in der Regel für die Konstruktion und Montage eines Schrägaufzugs eine große Herausforderung. Mit einer breiten Palette an optionalen Befestigungsmöglichkeiten für die Fahrbahn des Lifts sind die Treppenlifte und Plattform-Schrägaufzüge von HIRO LIFT für solche Treppen besonders gut geeignet. Auch in und an denkmalgeschützten Gebäuden finden wir in der Regel eine Möglichkeit, um einen barrierefreien Zugang auch nachträglich zu ermöglichen.

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