Weltgesundheitstag: Diabetes steht im Mittelpunkt

Weltgesundheitstag: Diabetes steht im Mittelpunkt

Jahr für Jahr wird am Weltgesundheitstag, der heute am 7. April begangen wird, eine Krankheit bzw. ein weltweites medizinisches Problem in den Mittelpunkt gestellt. 2016 ist die Wahl auf Diabetes gefallen. Millionen Menschen auf der ganzen Welt sind davon betroffen.

Der Weltgesundheitstag wird jährlich am 7. April gefeiert, dem Gründungstag der Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Jahr 1948. Bereits von Beginn an stand jedes Jahr ein anderes Gesundheitsthema im Fokus. Ziel war und ist, über Probleme zu informieren und für sie ein größeres Bewusstsein auf der ganzen Welt zu schaffen. Zunächst beschäftigten sich die Schwerpunktthemen mit den dramatischen gesundheitlichen Verhältnissen in Entwicklungsländern. Damit verbunden war der Appell an die Industrienationen, ärmeren Ländern unter die Arme zu greifen. Seit dem Ende der 1970er Jahre werden allgemeinere Gesundheitsthemen und Krankheiten zu Jahresthemen. 2016 ist es Diabetes.

Was ist Diabetes?

Den Satz „ich habe Zucker“ werden die meisten schon einmal gehört haben. Genau damit ist Diabetes gemeint. Da die Betroffenen einen zu hohen Blutzuckerspiegel haben, wird die chronische Stoffwechselkrankheit auch „Zuckerkrankheit“ genannt. Eine wichtige Rolle spielt das körpereigene Hormon Insulin, welches den Blutzuckerspiegel regelt und dem Körper hilft, die benötigte Energie herzustellen. Bei Diabetes-Betroffenen produziert entweder die Bauchspeicheldrüse nicht ausreichend Insulin oder der Körper kann das produzierte Insulin nicht richtig verarbeiten. Die Folgen können Herz-Kreislauf-Krankheiten, Erblindung, Nierenversagen oder sogar der Tod sein. Auf Diabetes können verschiedene Symptome hindeuten. Dazu zählen beispielsweise häufiges Wasserlassen, ein starkes Durstgefühl, trockene, juckende Haut und schlecht verheilende Wunden. Bei einem Verdacht sollten Sie auf jeden Fall Ihren Hausarzt konsultieren.

Es werden zwei Hauptformen von Diabetes unterschieden. Bei der ersten, dem sogenannten Typ 1, entsteht im Körper ein Insulin-Mangel. Die Ursache liegt in einer Fehlreaktion des Immunsystems, durch die Zellen, die Insulin produzieren, in der Bauchspeicheldrüse zugrunde gehen. Demzufolge steigt der Blutzuckerspiegel und die meisten jungen Patienten im Kindes- oder Jugendalter müssen Insulin spritzen.

Etwa 90 Prozent aller Diabetes-Erkrankten sind allerdings Typ 2 zuzuordnen. Ein ungesunder Lebenswandel, wozu Übergewicht, eine ungesunde Ernährung und Bewegungsmangel zählen, kann dazu führen, dass die Körperzellen resistent gegen Insulin werden. Sie reagieren immer weniger auf Insulin, bis sie schließlich unempfindlich werden. Das Hormon ist dann nicht mehr in der Lage, Zucker in die Zellen zu schicken. Demzufolge steigt der Blutzuckerspiegel. Wer sich gesund ernährt, sich regelmäßig bewegt und ein Normalgewicht hat, senkt die Gefahr an diesem Diabetes-Typ zu erkranken.

Immer mehr Menschen erkranken

2012 starben weltweit 1,5 Millionen Menschen an dieser Krankheit. Aktuell belaufen sich die Zahlen der Menschen, die in der Europäischen Region der WHO an Diabetes leiden, auf etwa 60 Millionen. Nach Einschätzungen der Weltgesundheitsorganisation sind die Prognosen für die Zukunft ebenfalls negativ: immer mehr Menschen erkranken an Diabetes. Die WHO schätzt, dass die Krankheit bis zum Jahr 2030 zu den sieben weltweit führenden Todesursachen zählt. Dem will die Institution vor allem in diesem Jahr mit vielen Aktionen entgegenwirken. Ziele sind zum Beispiel Diagnoseangebote zu verbessern und bezahlbare Therapien zu ermöglichen.

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